Neues Förderprogramm für Solarheizungen

21. Februar 2013 FT

Ab März dieses Jahres fördert die KfW die Anschaffung einer Sonnenheizung mit einem neuen Kredit-Programm. Bis zu 50.000 Euro stellt die Bank für die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien bereit.

„Wer den Anstieg seiner Heizrechnung endlich stoppen und zugleich die Umwelt schonen will, investiert jetzt in eine Solarheizung und macht sich so unabhängiger von steigenden Öl- und Gaspreisen“, rät Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar). Gefördert werden neben den unmittelbaren Kosten für die Solarwärmeanlage auch eine Energieberatung sowie erforderliche Nebenarbeiten wie beispielsweise die optimale Einstellung der gesamten Heizungsanlage.

Wichtig sei, so die KfW, dass der Antrag vor Beauftragung der Arbeiten über die Hausbank gestellt werde. Förderfähig ist die Modernisierung von Heizungen, die vor dem 1. Januar 2009 installiert wurden. Die Laufzeit des Kredits kann bis zu zehn Jahre betragen bei ein bis zwei tilgungsfreien Anlaufjahren. Wichtig: Der Ergänzungskredit des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ kann mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden. Die Installation einer typischen Solarwärmeanlage für ein Einfamilienhaus belohnt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beispielsweise mit bis zu 2.000 Euro. Bei einer besonders umweltfreundlichen Kombination mit einer Pelletsheizung winken zusätzliche Zuschüsse.

Experten gehen davon aus, dass über 80 Prozent der Heizungsanlagen nicht mehr heutigen Energiestandards entsprechen. „Täglich verpufft viel Geld in Deutschlands Kellern. Durch eine Heizungsmodernisierung und die Installation einer Solarwärmeanlage in Kombination mit einer Pelletsheizung lässt sich die jährliche Heizrechnung um bis zu 70 Prozent senken“, sagt Körnig. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums verursachen Gebäude rund ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen. Durch die in Deutschland bereits installierten rund 1,8 Millionen Solarwärme-Anlagen wurden allein im vergangenen Jahr eine Million Tonnen CO2 vermieden.

Foto: Paul Langrock