Wasserkraft

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt. In Deutschland war sie lange Zeit die bedeutendste regenerative Energiequelle. Seit 2004 wird hierzulande mehr Strom aus Wind als aus Wasserkraft gewonnen. Heute ist die Wasserkraft eine ausgereifte Technologie und weltweit nach der traditionellen Biomassenutzung die am meisten genutzte erneuerbare Energiequelle. Sie steht rund um die Uhr zur Verfügung und kann auch als Energiespeicher genutzt werden. Solche Speicherkraftwerke nutzen das hohe Gefälle und die Speicherkapazität von Talspeeren und Bergseen zur Stromerzeugung. Speicherkraftwerke können sowohl zur Deckung der elektrischen Grundlast als auch im Spitzenlastbetrieb eingesetzt werden. Pumpspeicherkraftwerke dienen der Zwischenspeicherung von in Schwachlastzeiten erzeugtem Strom, der zu Spitzenlasten über Turbinen wieder an das Netz abgegeben werden kann. Im Jahr 2007 erzeugten Wasserkraftanlagen etwa 20,1 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht einem Anteil von 3,3 Prozent am gesamten deutschen Stromverbrauch.
Energieformen