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	<description>Renewable Energy Journal</description>
	<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 14:01:09 +0000</pubDate>
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		<title>Architektur fit für den Klimaschutz?</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2009/11/architektur-fit-fur-den-klimaschutz/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 01:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der in Weimar und Dessau entwickelte Bauhaus-Stil ist international bekannt und berühmt. Nun wollen die Erben von Walter Gropius und Mies van der Rohe ihre Architektur auch fit machen für den Klimaschutz. Auf einem zweitägigen Kongress in Erfurt wurde genau darum gestritten.
Noch werden Solarmodule weltweit entweder einfach auf das Dach geschraubt oder landen gleich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-441" title="bauhaus-uni-weimar_screenhaus-s" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/bauhaus-uni-weimar_screenhaus-s.jpg" alt="" width="255" height="170" />Der in Weimar und Dessau entwickelte Bauhaus-Stil ist international bekannt und berühmt. Nun wollen die Erben von Walter Gropius und Mies van der Rohe ihre Architektur auch fit machen für den Klimaschutz. Auf einem zweitägigen Kongress in Erfurt wurde genau darum gestritten.<span id="more-440"></span></p>
<p>Noch werden Solarmodule weltweit entweder einfach auf das Dach geschraubt oder landen gleich auf der grünen Wiese als so genannte &#8220;Freiflächenanlage&#8221;. Schön ist das nicht und mit Architektur hat das schon gar nichts zu tun. Dass es so nicht weitergehen soll, in diesem Punkt waren sich Solarunternehmen und Bauhaus-Vertreter in Erfurt einig. &#8220;Die Integration der Solarmodule in die Fassade des Gebäudes ist eine der wichtigsten Aufgaben und eine designerische Herausforderung für die gesamte Solarbranche&#8221;, betonte Hubert Aulich, Chef der Erfurter PV Crystalox Solar und Vorsitzender des Vereins Solarinput, der den Kongress im letzten Jahr ins Leben rief. &#8220;Wir brauchen Innovationen, welche die neuen, ressourcenschonenden Technologien mit modernem Design verbinden.&#8221;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-442" title="bauhaus-solar_messe_erfurt-2-s" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/bauhaus-solar_messe_erfurt-2-s.jpg" alt="" width="255" height="170" />Wie das genau geschehen soll, darüber gab es im Erfurter Messezentrum immer noch sehr unterschiedliche Meinungen. Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Plus-Energie-Haus? Für die Architekten sind dies nicht nur seltsam klingende Fremdwörter, viele von ihnen weigern sich sogar beharrlich, energieeffizient zu bauen und sprechen ihrerseits von neuen &#8220;Öko-Doktrin&#8221;. &#8220;Für die Architektur muss weiterhin der gestalterische Entwurf und das Design im Vordergrund stehen. Wir bauen nicht nach Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr&#8221;, sagte zum Beispiel die Londoner Architektin Annelie Kvick-Thompson und traf damit die Stimmung im Publikum.</p>
<p>Auch der irische Star-Architekt Brian Cody kritisiert die seiner Meinung nach übertriebenen gesetzlichen Vorgaben zur Dämmung von Gebäuden. &#8220;Bei der Dämmung werden überwiegend Kunststoffe eingesetzt. Damit bekommt man nicht nur ein Lüftungsproblem sondern hat irgendwann auch einen Haufen Sondermüll&#8221;, so seine Kritik. Der an der TU Graz lehrende Architekt plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet werden müsse. Seit letztem Jahr gibt es mit dem von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) entwickelten Gütesiegel sogar schon ein Label, das für Bauherren und Architekten Kriterien entwickelt hat, die genau diese Ganzheitlichkeit gewährleisten sollen. &#8220;Wir fragen auch danach, was mit den Baumaterialien passiert, wenn es das Gebäude irgendwann nicht mehr gibt&#8221;, erklärte Heide Schuster vom Architekturbüro Werner Sobek, einem der Initiatoren der DGNB. &#8220;Das schließt Fragen des Recycling natürlich ein - damit nicht nochmal so etwas wie Asbest verbaut werden darf.&#8221;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-443" title="bauhaus-solar_messe_erfurt-1-s" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/bauhaus-solar_messe_erfurt-1-s.jpg" alt="" width="255" height="170" />Auf Seiten der Bauhaus-Universität will man ganz in der Tradition ihrer Gründer den Brückenschlag zwischen neuen Technologien und der Architektur wagen. Ganz aktuell sind dafür zwei neue Junior-Professuren geplant, bei denen Fragen der Integration grüner Technologien in das Bauingenieurwesen und in die Architektur im Mittelpunkt stehen sollen. &#8220;Architekten und Designer müssen die Nachhaltigkeit ihrer Produkte von der Planung, über die Konstruktion bis hin zum fertigen Gebäude von Anfang an mitdenken&#8221;, erklärte der Rektor der Bauhaus-Universität Weimar, Professor Gerd Zimmermann. Und selbst der erst vor wenigen Tagen neu berufene thüringische Bauminister Christian Carius (CDU) wies in seinem Grußwort darauf hin, dass auch die neue Landesregierung den Solarstandort Thüringen stärken und ausbauen will. &#8220;Thüringen hat hier die einmalige Chance, zum Vorreiter für die Integration moderner Solartechnologien in die Architektur zu werden&#8221;, betonte der Minister. Ein Bekenntnis, dass die etwa 300 Konferenzteilnehmer aufhorchen ließ. &#8220;Vielleicht sollte er dieses Grußwort gleich direkt an seinen CSU-Kollegen im Bund, Bauminister Peter Ramsauer, senden&#8221;, witzelte man daraufhin in der Erfurter Messe.</p>
<p>In der Immobilienwirtschaft scheint man bereits davon überzeugt zu sein, dass sich auch der &#8220;grüne Wert&#8221; von Immobilien verstärkt als Maßstab etablieren wird, denn Investitionen in die Effizienz von Gebäuden amortisieren sich bei steigenden Energiepreisen immer schneller. &#8220;Gebäude sind deshalb auch aus Renditeaspekten umso attraktiver, je nachhaltiger sie sind&#8221;, meinte Dieter Schempp, der bereits in den 70er Jahren die &#8220;grüne Architektur&#8221; propagierte und mit seinen zahlreichen Preisen und Büchern zu den Pionieren der Branche zählt. Dass dabei in Zeiten der Wirtschaftskrise die Bereitschaft von Investoren nachlässt, auch Bürogebäude mit Solartechnik auszustatten, musste aber auch er eingestehen.</p>
<p>Ebenso wurde in Erfurt diskutiert, wie sich Bestandsgebäude energetisch hochwertig sanieren lassen. Schließlich verbrauchen fast 15 Millionen Altbauten in Deutschland über 90 Prozent der Energie im Wohnungssektor. Doch auch hier gab es ausser einigen wenigen Vorzeige-Projekten nichts Neues. Nur einer der Gründe, warum man sich auch im nächsten Jahr wieder treffen will. Bei einem Vortrag fühlte man sich sogar an die schleppenden Klimaschutz-Verhandlungen erinnert: &#8220;Das Thema ist einfach zu ernst, als dass wir es uns leisten könnten, nichts zu tun&#8221;, hieß es da. Und: &#8220;Uns läuft die Zeit davon.&#8221;</p>
<p><em>Weitere Infos im Internet unter <a href="http://www.bauhaus-solar.de"title="Bauhaus.SOLAR"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.bauhaus-solar.de');">www.bauhaus-solar.de</a><br />
Fotos: Bauhaus-Universität Weimar / Messe Erfurt</em></p>
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		<title>Teure Photovoltaik oder schlechter Journalismus?</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2009/06/teure-photovoltaik-oder-schlechter-journalismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 06:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[In der Tageszeitung DIE WELT war vor einigen Tagen zu lesen, der Solarstrom hätte Deutschland allein im letzten Jahr &#8220;rund zehn Milliarden Euro&#8221; gekostet. Stimmt das wirklich? Nachrechnen lohnt sich&#8230;
Im letzten Jahr wurden zwischen Flensburg und Konstanz Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 1.500 Megawatt auf die Dächer geschraubt. Die solare Einspeisevergütung lag bei maximal 47 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-396" title="ZE 25564" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/paul_langrock_sol2-s.jpg" alt="" width="247" height="170" />In der Tageszeitung DIE WELT war vor einigen Tagen zu lesen, der Solarstrom hätte Deutschland allein im letzten Jahr &#8220;rund zehn Milliarden Euro&#8221; gekostet. Stimmt das wirklich? Nachrechnen lohnt sich&#8230;<span id="more-395"></span></p>
<p>Im letzten Jahr wurden zwischen Flensburg und Konstanz Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 1.500 Megawatt auf die Dächer geschraubt. Die solare Einspeisevergütung lag bei maximal 47 Eurocent, Freiflächenanlagen bekamen etwas weniger. Insgesamt erhielten demnach diejenigen, die sich eine Photovoltaikanlage auf die Garage, das Dach oder die grüne Wiese gesetzt haben, etwa 600 Millionen Euro. Auch eine Menge Geld, aber eben nicht &#8220;rund zehn Milliarden Euro&#8221;.</p>
<p>Also Nachfrage bei der WELT, woher sie diese astronomisch hohe Summe haben. Es stellt sich heraus: Man hat die kompletten 20 Jahre berechnet, in der die Vergütung für Sonnenstrom qua Gesetz gezahlt wird. Aber in dem Artikel war doch von 2008 die Rede? Und dass man mit den &#8220;rund zehn Milliarden Euro&#8221; Karstadt, Quelle und Opel &#8220;auf einen Schlag&#8221; hätte retten können? Karstadt, Quelle und Opel retten mit dem Geld, das deutsche Stromverbraucher in den nächsten 20 Jahren für saubere Energie zusätzlich berappen müssen? Das ist höhere Mathematik, die sich wahrscheinlich nur der WELT erschließt. Wohl gemerkt der Wirtschaftsredaktion.</p>
<p>Ein Blick in das Archiv der WELT schafft da mehr Klarheit. Der gleiche Redakteur, der schon für die solare Zahlenakrobatik sorgte, plädiert in einem Kommentar für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke. Na bitte, warum nicht gleich. Wenn einem die Argumente gegen die Erneuerbaren ausgehen, werden sie irgendwie teuer geschrieben. Ein Jahr, zwanzig Jahre, was spielt das schon für eine Rolle. Hauptsache der Leser merkt es nicht und lässt sich verschaukeln. Wirklich schade. So einen schlechten Journalismus hat DIE WELT nicht verdient.</p>
<p><a href="http://Foto: Paul-Langrock.de"title="Paul Langrock"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/Foto: Paul-Langrock.de');"><em>Foto: Paul-Langrock.de</em></a></p>
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		<title>Was Angela schon weiss und Katherina noch nicht</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 06:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die stellvertretende Unions-Fraktionschefin Katherina Reiche (CDU) wirbt in diesen Tagen - mal wieder - für einen Ausstieg aus dem Atomausstieg. Ihr aktuelles Argument: Mit einer Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken könne es gelingen, &#8220;2020 zirka 60 Prozent unseres Stromes - erneuerbare Energien eingerechnet - CO2-frei zu beziehen&#8221;. Es stimmt, dass Strom aus regenerativen Quellen wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-394" title="bundestag_katherina_reiche-s" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/bundestag_katherina_reiche-s.jpg" alt="" width="170" height="170" />Die stellvertretende Unions-Fraktionschefin Katherina Reiche (CDU) wirbt in diesen Tagen - mal wieder - für einen Ausstieg aus dem Atomausstieg. Ihr aktuelles Argument: Mit einer Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken könne es gelingen, &#8220;2020 zirka 60 Prozent unseres Stromes - erneuerbare Energien eingerechnet - CO2-frei zu beziehen&#8221;. Es stimmt, dass Strom aus regenerativen Quellen wie Sonne, Wind, Erdwärme und Bioenergie klimafreundlich produziert wird. Die Behauptung, bei der Kernenergie sei dies auch der Fall, ist leider falsch. Und: wir brauchen die AKW gar nicht, denn 100 Prozent erneuerbare Energien sind möglich - eine gewisse Frau Merkel könnte dies Frau Reiche bestätigen&#8230;<span id="more-393"></span></p>
<p>Zwar produzieren Atomkraftwerke ihren Strom mit deutlich niedrigeren CO2-Emissionen als Gas- und Kohlekraftwerke. Das Freiburger Öko-Institut beziffert die CO2-Emissionen eines AKW auf etwa 25-50 Gramm pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Die Emissionen von modernen Gaskraftwerken liegen bei 385 Gramm. Als wichtigste CO2-Verursacher im Bereich der Kernenergie gelten für die Freiburger Wissenschaftler der Betrieb von Uranerzminen und Urananreicherungsanlagen, der Transport von Atommüll und nicht zuletzt der Bau und Abriss von Atomkraftwerken. Die Windenergie liegt mit produktionsbedingten CO2-Emissionen zwischen 11 bis 37 Gramm pro Kilowattstunde schon heute unter den Werten der AKW.</p>
<p>Doch während die CO2-Emissionen der Windenergie durch leistungsstärkere Turbinen und effizientere Bauweisen rückläufig sind, sehen Experten für die Kernkraft steigende Emissionen voraus. Der Grund: In den Uranvorkommen von Australien bis Kanada nimmt der Urananteil des Erzes immer mehr ab. Je geringer dieser Anteil ist, desto mehr Material muss mit hohem Energieaufwand verarbeitet werden, was zu immer höheren CO2-Emissionen führt.</p>
<p>Natürlich verbieten es auch die ungelösten Sicherheits- und Atommüllprobleme, die Kernenergie als &#8220;grüne Energie&#8221; zu verkaufen. Aber eben auch die CO2-Bilanz eines AKW ist negativ, so sehr die Atomlobby inklusive Frau Reiche auch das Gegenteil propagieren.</p>
<p>Dass eine klimafreundliche Energieversorgung komplett aus Erneuerbaren möglich ist, wurde Kanzlerin Merkel hingegen bereits auf dem Berliner Energiegipfel 2006 vorgestellt: Gezeigt wurde ihr eine simulierte Stromversorgung, bei der ein Kombikraftwerk 25 über ganz Deutschland verstreute Wind-, Solar-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen verknüpft und steuert. Das Ergebnis: Der Strombedarf der Bundesrepublik konnte minutengenau gedeckt werden, weil Biomasse und Wasserkraft die unsteten Energielieferanten Wind und Sonne auffingen. Der Kommentar der Kanzlerin an die Adresse der Erneuerbaren: &#8220;Ich wusste gar nicht, dass sie bereits so viel drauf haben.&#8221; Danach wusste es also Frau Merkel. Vielleicht kann sie es in einer ruhigen Minute mal Frau Reiche weitersagen. Und bei der Gelegenheit dann auch gleich allen anderen fossilen AKW-Dinos in der CDU.</p>
<p><em>Foto: Deutscher Bundestag</em></p>
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		<title>Die Zukunft des Bauens soll solar sein</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2009/05/die-zukunft-des-bauens-soll-solar-sein/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 06:20:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Zahlreiche Veranstaltungen stellen in diesem Jahr das Thema Solares Bauen für Architekten, Planer und Bauherren in den Mittelpunkt. Den Anfang macht die Intersolar in München, die morgen ihre Tore öffnet. Aber auch das Fraunhofer ISE und die Bauhaus-Universität machen die Gebäudehülle zum Kraftwerk.
Den Anfang macht die Intersolar, die in den nächsten drei Tagen Architekten, Planern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-387" title="jakob-kaiser-haus-s" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/jakob-kaiser-haus-s.jpg" alt="" width="215" height="170" />Zahlreiche Veranstaltungen stellen in diesem Jahr das Thema Solares Bauen für Architekten, Planer und Bauherren in den Mittelpunkt. Den Anfang macht die Intersolar in München, die morgen ihre Tore öffnet. Aber auch das Fraunhofer ISE und die Bauhaus-Universität machen die Gebäudehülle zum Kraftwerk.<span id="more-386"></span></p>
<p>Den Anfang macht die Intersolar, die in den nächsten drei Tagen Architekten, Planern und Installateuren einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten der Solartechnik in Gebäuden gibt. Daneben werden auf Europas Leitmesse für Solartechnik auch die Neuheiten und Trends der Photovoltaik sowie der Solarthermie präsentiert. Die Fachmesse, die bislang in Freiburg zu Hause war und nun bereits im zweiten Jahr in der bayerischen Landeshauptstadt stattfindet, will mit der gebäudeintegrierten Solartechnik Planern und Architekten ästhetische Lösungen für Fassaden, Dächer, Verglasungen und als Sonnenschutz zeigen. Solarzellen stehen dafür in einer Vielzahl von Farben, Formen und Oberflächen zur Verfügung: &#8220;Semitransparente oder opake Solarzellen für Licht- und Sonnenschutzsysteme mit integrierter Photovoltaik eignen sich besonders als gestalterisches Bauelement&#8221;, erklärt Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar).</p>
<p>In diesem Jahr wird das Angebot der Messe darüber hinaus erstmals um eine eigene Halle für Photovoltaik-Produktion und -Technologie ergänzt. Insgesamt erwarten rund 1.300 Aussteller in neun Hallen auf 100.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche Besucher aus aller Welt. Dies entspricht, verglichen mit dem Jahr 2008, einem Flächenwachstum von 30 Prozent.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-388" title="paul-loebe-haus-s" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/paul-loebe-haus-s.jpg" alt="" width="256" height="170" />Auch auf europäischer Ebene will man im Gebäudebereich stärker auf die Erneuerbaren setzen. Ab 2019 sollen alle Neubauten ihre Energie zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen, so sieht es der Richtlinienvorschlag der Brüsseler Kommission, welcher auch seitens des Industrie- und Energieausschusses des Europäischen Parlaments gebilligt wurde, vor. &#8220;Zur Erreichung dieser Energie- und Klimaschutzziele ist die Nutzung der gebäudetechnischen Potenziale von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien, insbesondere der Solarenergie, unumgänglich&#8221;, betont Professor Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. Sein Institut lädt deshalb Mitte Oktober zum so genannten Solar Summit nach Freiburg ein. Dort soll gezeigt werden, welche neuen Methoden und Techniken es gibt, um die Kraft der Sonne bestmöglich für die Energieeffizienzsteigerung in Gebäuden nutzbar zu machen.</p>
<p>Während Intersolar und Solar Summit auf die verschiedenen Technologien der Solarnutzung fokussieren, will man in Erfurt mit dem Kongress Bauhaus.SOLAR einen Schritt weitergehen. Hier sollen Architekten genauso wie Städteplaner und Baugesellschaften diskutieren, welche architektonischen und gestalterischen Möglichkeiten das solare Bauen bietet. Der Rektor der Bauhaus-Universität Weimar, Professor Gerd Zimmermann, will dafür die bislang getrennten Bereiche Architektur und Solar zusammenführen: &#8220;Die Herausforderung besteht in einem fachüber- greifenden Dialog zwischen Architekten, Ingenieuren und Planern. Die Technologien der Solarenergie und der Energieeffizienz, aber auch innovative Baumaterialien, sind integraler Bestandteil einer modernen Architektur.&#8221; Die Architekten und die, die es noch werden wollen, können in Weimar auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits 1919 gründete Walter Gropius diese wichtige und einflussreiche Gestaltungs- hochschule des 20. Jahrhunderts. Vielleicht gehen 90 Jahre später wieder innovative Ideen des Bauens von Thüringen aus - dieses Mal solar.</p>
<p><em>Weitere Informationen im Internet unter</em></p>
<p><em>Intersolar, München, 27.-29. Mai 2009<br />
<a href="http://www.intersolar.de"title="Intersolar 2009"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.intersolar.de');">www.intersolar.de</a></em></p>
<p><em>Solar Summit, Freiburg, 14.-16. Oktober 2009<br />
<a href="http://www.solar-summits.com"title="Solar Summit 2009"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.solar-summits.com');">www.solar-summits.com</a></em></p>
<p><em>Bauhaus.SOLAR, Erfurt, 11.-12. November 2009<br />
<a href="http://www.bauhaus-solar.de"title="Bauhaus.SOLAR 2009"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.bauhaus-solar.de');">www.bauhaus-solar.de</a></em></p>
<p><em>Fotos: Solaranlagen auf dem Dach des Jakob-Kaiser-Hauses und des Paul-Löbe-Hauses (Solares Regierungsviertel, Berlin). Fotografen: Hans Gruner und Helmut Kloth. Siehe <a href="http://www.solarintegration.de"title="Solarintegration"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.solarintegration.de');">www.solarintegration.de</a><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Solartechnik hält Einzug in die Architektur</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2008/11/solartechnik-soll-zum-baumaterial-werden/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 05:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>

		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem 1. Internationalen Kongress Bauhaus.SOLAR diskutierten über 200 Architekten, Ingenieure und Fachplaner, wie man die Solartechnik sowohl im Bestand als auch im Neubau besser integrieren kann. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) würdigte Thüringen als wichtigen Standort der Solarindustrie. Inzwischen werde ein Zehntel des weltweiten Umsatzes mit Solarzellen und -modulen in Thüringen erwirtschaftet. Die Bauhaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-273" title="bauhaus_solar_logo-s" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/bauhaus_solar_logo-s.jpg" alt="" width="222" height="90" />Auf dem 1. Internationalen Kongress Bauhaus.SOLAR diskutierten über 200 Architekten, Ingenieure und Fachplaner, wie man die Solartechnik sowohl im Bestand als auch im Neubau besser integrieren kann. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) würdigte Thüringen als wichtigen Standort der Solarindustrie. Inzwischen werde ein Zehntel des weltweiten Umsatzes mit Solarzellen und -modulen in Thüringen erwirtschaftet. Die Bauhaus Universität Weimar will Lehre und Forschung in Richtung Solar erweitern.<span id="more-272"></span></p>
<p>Die Solartechnik muss nach Einschätzung des Rektors der Bauhaus-Universität Weimar, Gerd Zimmermann, besser in die Architektur integriert werden. Bisher sei &#8220;die Integration in Stadt, Landschaft, Gebäude und Objekte allenfalls fragmentarisch gelungen&#8221;, sagte Zimmermann am Dienstag auf dem internationalen Kongress Bauhaus.SOLAR in Erfurt. Der Vorsitzende des Erfurter Solarwaferherstellers PV Crystalox, Hubert Aulich, sagte, er sehe keine technologischen Hindernisse für die Integration. &#8220;Die Technologien und vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten sind da. Jetzt kommt es darauf an, dass Architekten und Planer diese nutzen und umsetzen.&#8221; Aulich, der auch Vorsitzender des Vereins SolarInput ist, forderte allerdings mehr Unterstützung für die breite Anwendung der Technologie. Zwar sei Thüringen einer der führenden Hersteller von Solartechnik, aber deren Nutzung im eigenen Land sei &#8220;relativ gering.&#8221; Andere Länder wie Bayern und Baden-Württemberg hätten sich viel früher um die Anwendung gekümmert. Aulich forderte das Land Thüringen auf, den Aufbau von Informationszentren zu unterstützen, in denen Solarinteressierten anschaulich die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten sauberer Energiegewinnung gezeigt werden können.</p>
<p>Zimmermann wies darauf hin, dass man vor allem mit herausragenden Anwendungsbeispielen die jetzigen Barrieren der Solarintegration überwinden könne. Im nächsten Jahr werde die Bauhaus-Universität anlässlich des 90. Gründungsjubiläums deshalb Experimentalbauten errichten, in die auch Solartechnik integriert werde. An der Universität selbst würden ein Masterstudiengang für die Anwendung der Solartechnik in der Architektur konzipiert und eine Juniorprofessur &#8220;Erneuerbare Energien&#8221; eingerichtet.</p>
<p><em>Foto: Bauhaus.SOLAR/Bauhaus-Universität Weimar</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Experten diskutieren Perspektiven des solaren Städtebaus</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2008/11/experten-diskutieren-perspektiven-des-solaren-stadtebaus/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 05:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>

		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Um über Möglichkeiten und Voraussetzungen einer solaren Architektur und Städteplanung zu diskutieren, treffen sich in den nächsten zwei Tagen über 200 Experten in Erfurt auf dem 1. Internationalen Kongress &#8220;Bauhaus.SOLAR&#8221;. Zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft und dem Land Thüringen will die Bauhaus-Universität Weimar einen fachübergreifenden Dialog initiieren, der die Bereiche Technologie, Design und Umweltschutz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-271" title="fraunhofer_ise_bipv-s" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/fraunhofer_ise_bipv-s.jpg" alt="" width="230" height="170" />Um über Möglichkeiten und Voraussetzungen einer solaren Architektur und Städteplanung zu diskutieren, treffen sich in den nächsten zwei Tagen über 200 Experten in Erfurt auf dem 1. Internationalen Kongress &#8220;Bauhaus.SOLAR&#8221;. Zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft und dem Land Thüringen will die Bauhaus-Universität Weimar einen fachübergreifenden Dialog initiieren, der die Bereiche Technologie, Design und Umweltschutz zusammenführt. &#8220;Wir brauchen einen intensiveren Dialog zwischen der Solarindustrie, den Architekten, Ingenieuren, Bauherren und Städteplanern, damit die Gebäudehülle mit der Sonne zum Stromproduzenten wird. Auf diesem Weg kann millionenfach ästhetisch ansprechend und emissionsfrei Strom erzeugt und die globale Erwärmung begrenzt werden&#8221;, sagt Hubert Aulich, Vorstandsvorsitzender der Erfurter PV Crystalox Solar.<span id="more-266"></span><br />
Auf dem zweitägigen Kongress (25. und 26.11.2008) zeigen Fachleute, wie wenig Energie nötig ist, um komfortabel wohnen und arbeiten zu können. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Nutzung erneuerbarer Energien sowie neueste Technologien der Energieeffizienz.</p>
<p>Auf einer begleitenden Fachausstellung präsentieren Firmen innovative Baustoffe und Technologien. Die Bauhaus-Universität zeigt darüber hinaus aktuelle Arbeiten zu erneuerbaren Energien in der Architektur.</p>
<p>Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm findet man unter <a href="http://www.bauhaus-solar.de"title="1. Internationaler Kongress Bauhaus.SOLAR"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.bauhaus-solar.de');">www.bauhaus-solar.de</a></p>
<p>Foto: Gebäudeintegrierte Photovoltaik beim Fraunhofer Institut in Freiburg. Fraunhofer ISE</p>
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		<title>Wenn das RWI rechnet, rechnet die Atom-Lobby mit</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2008/07/wenn-das-rwi-rechnet-rechnet-die-atom-lobby-mit/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 09:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>

		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Verschiebung des Atomausstiegs in Deutschland könne Wirtschaft und Verbrauchern zusätzliche Kosten in Milliarden-Höhe ersparen. Zu diesem Ergebnis kommt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Laut der neuesten Studie des Essener RWI könne man mit einer Entlastung von mindestens 50 Milliarden Euro rechnen, sollten die Laufzeiten der Atomkraftwerke um 20 Jahre verlängert werden. Was selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-152" title="rejournal-080724-1" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/rejournal-080724-1.jpg" alt="" width="170" height="170" />Eine Verschiebung des Atomausstiegs in Deutschland könne Wirtschaft und Verbrauchern zusätzliche Kosten in Milliarden-Höhe ersparen. Zu diesem Ergebnis kommt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Laut der neuesten Studie des Essener RWI könne man mit einer Entlastung von mindestens 50 Milliarden Euro rechnen, sollten die Laufzeiten der Atomkraftwerke um 20 Jahre verlängert werden. Was selbst im Kleingedruckten der Studie nicht steht: Die Atom-Lobby rechnet beim RWI fleissig mit.<span id="more-151"></span></p>
<p>RWI-Energieexperte Manuel Frondel begründet seine Prognose mit dem Wegfall hoher Investitionen, die durch den Neubau von Kohlekraftwerken auf die Versorger zukämen. Diese Kosten würden bei der Verschiebung des Atomausstiegs entfallen und damit die Konsumenten entlasten, so Frondel.<br />
Leider verschweigt die Studie, wer beim RWI fleissig mitrechnet: Im Hintergrund des RWI gibt es die &#8220;Gesellschaft der Freunde und Förderer des RWI Essen&#8221;, die &#8220;das Institut finanziell unterstützt und so Aktivitäten ermöglicht, die über die öffentliche Grundausstattung hinausgehen&#8221;. So lautet der Text in der Beitrittserklärung zu dieser Gesellschaft. Präsident dieser Gesellschaft ist niemand Geringeres als der ehemalige Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Dr. Dietmar Kuhnt. RWE, deren Firmenzentrale zufällig auch in Essen liegt, betreibt in Deutschland drei Atomkraftwerke. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.</p>
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		<title>Solarstrom am laufenden Band</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2008/06/solarstrom-am-laufenden-band/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 17:49:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>

		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

		<category><![CDATA[Dünnschicht]]></category>

		<category><![CDATA[Photovoltaik]]></category>

		<category><![CDATA[Solarstrom]]></category>

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		<description><![CDATA[Flexible Solarzellen könnten der gebäudeintegrierten Photovoltaik zum Durchbruch verhelfen. Die Odersun AG hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Zellen und Module in jeder Form und Größe herstellen lassen. Der Clou: die Elemente sollen nicht mehr kosten als herkömmliche Baustoffe.
Solare Dächer und Fassaden eignen sich ideal zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom. Trotzdem ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-68" title="ZE 33762" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/paul-langrock-33762.jpg" alt="" width="200" height="170" />Flexible Solarzellen könnten der gebäudeintegrierten Photovoltaik zum Durchbruch verhelfen. Die Odersun AG hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Zellen und Module in jeder Form und Größe herstellen lassen. Der Clou: die Elemente sollen nicht mehr kosten als herkömmliche Baustoffe.<span id="more-67"></span><br />
Solare Dächer und Fassaden eignen sich ideal zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom. Trotzdem ist der Anteil der gebäudeintegrierten Photovoltaik in den letzten Jahren gesunken: Waren 1999 noch 2,3 Prozent der im 100.000-Dächer-Programm geförderten PV-Generatoren Fassadenanlagen, lag ihr Anteil 2007 im Gesamtmarkt nur noch bei knapp einem Prozent. Der Grund: Gängige Module mit ihren Standardmaßen eignen sich für Freiflächenanlagen genauso gut wie für das Einfamilienhaus, für die meisten Architekten und Bauherren zwischen Flensburg und Garmisch sind sie jedoch immer noch ein eher störendes Bauelement. Zudem sind die Panele teurer als eine herkömmliche Fassadenverkleidung. „Fassadenintegrierte Photovoltaik kann pro Quadratmeter Mehrkosten von bis zu 600 Euro verursachen“, rechnet Manfred Fisch vom Braunschweiger Institut für Gebäude- und Solartechnik vor. „Viele Bauherren sind nicht bereit, diese Kosten zu tragen.“ Die Architekten bemängeln zudem die eingeschränkten gestalterischen Möglichkeiten: „Für viele sind die standardisierten Siliziummodule ein rotes Tuch“, warnt der Solarexperte.</p>
<p><strong>Flexibel und billig</strong><br />
In genau diese Marktlücke will die Odersun AG mit ihren flexiblen Zellen und Modulen stoßen. „Die Größe der Module wird im Moment nur von der Größe unseres Laminators beschränkt. Prinzipiell sind alle Formate und Größen denkbar“, erklärt Ramin Lavae Mokhtari, kaufmännischer Vorstand der Odersun AG. Seine Firma produziert weltweit erstmals Solarzellen von einer Kupferrolle. Das Band wird zu einer Reaktion mit Indium und Schwefel angeregt. Das Ergebnis ist ein Halbleiter am laufenden Band, der sich zu beliebigen Modul-Formaten zuschneiden lässt. Eine alte Idee Frankfurter Ingenieure, von der viele Jahre lang niemand etwas wissen wollte. Nun soll sie als Alternative zum teuren Silizium, aber auch zu den starren Dünnschicht-Glasmodulen, den Markt erobern. Geht es nach den Wünschen der Odersun-Macher sollen die Module mit ihren flexiblen Formen, Farben und Trägermaterialien als normaler Baustoff Einzug in die Architektur halten. „Wir sind im Gespräch mit vielen Planern, Architekten und Bauherren. Im Herbst dieses Jahres werden wir das erste Gebäude mit einer Odersun-Solarfassade präsentieren können“, kündigt Mokhtari an. Noch will er nicht verraten, um welches Objekt es sich handelt. „Unsere Module sind schon installiert, aber die offizielle Einweihung ist erst in einigen Monaten. So lange müssen wir um Geduld bitten.“ Dabei betont Mokhtari, dass die Solarfassade nicht teurer werden soll als eine herkömmliche Glas- oder Steinfassade. „Unser Ziel ist es, eine echte Alternative zu klassischen Baukomponenten anzubieten. Deshalb streben wir Preise zwischen 250 und 299 Euro pro Quadratmeter an, wobei der Preis für alle möglichen Größen gelten soll.“ Die weltweit steigenden Kupferpreise können den Spezialisten von der Oder angeblich nicht gefährlich werden. Der Anteil des Metalls and den Produktionskosten liege unter zehn Prozent, sagt Mokhtari.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-69" title="ZE 33756" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/paul-langrock-337561.jpg" alt="" width="160" height="110" /><strong>Erfolg mit Verspätung</strong><br />
Viel Geduld brauchten bereits die Erfinder der neuartigen Dünnschichttechnik. „Das Geld war immer knapp“, erinnert sich Jürgen Penndorf. Er hatte beim Institut für Solartechnologie als erster die Idee, kupferbandbasierte Dünnschichtzellen zu produzieren. Später folgten weitere Wissenschaftler, unter ihnen Olav Tober, der nun als technischer Vorstand zusammen mit Mokhtari die Geschicke der Firma leitet. Penndorf und seine Kollegen schrieben Bettelbriefe an mögliche Investoren. Doch niemand glaubte so richtig an die Idee, die sich Penndorf längst hatte patentieren lassen. „Es war niederschmetternd“, sagt er. Ein Brief landete schließlich auf dem Schreibtisch von Ramin Lavae Mokhtari, der damals als Manager des Energieriesen Eon den Markt nach Zukunftstechnologien absuchte. Der gebürtige Iraner, seit 1979 in Deutschland lebend, war begeistert. Doch seinen Konzern konnte er nicht überzeugen von Penndorfs Produkt. Das gehöre nicht zum Kerngeschäft, wurde ihm gesagt. Da verließ Mokhtari den Energieriesen, zog von Düsseldorf nach Berlin und gründete 2002 zusammen mit Penndorf und den anderen Wissenschaftlern das Unternehmen Odersun. Noch zu Institutszeiten hatten die Ingenieure um Penndorf den schnellen, in drei Hauptschritten ablaufenden Rolle-zu-Rolle Produktionsprozess entwickelt, bei dem im Gegensatz zu anderen Dünnschichttechniken nur an einer einzigen Stelle Vakuumbedingungen existieren müssen. „Auch dies macht unser Produkt deutlich billiger als herkömmliche Dünnschichtmodule“, erläutert Tober. Als „Versteck“ für die Solarzellen könnten auch Jalousien, Baustoffe und Fassaden dienen. „Wir verbinden Design mit Solar und bieten dafür interessierten Partnern Kooperationen an“, so der Technik-Vorstand. Inzwischen interessiert sich längst die Konkurrenz für die Rechte und Patente an der Entwicklung. „Wir haben aber nicht vor, darauf einzugehen“, sagt Mokhtari. Zwar habe es bereits Übernahmeangebote aus der Photovoltaik-Branche gegeben, aber die habe man bislang dankend abgelehnt. „Die Technik ist unser Kapital. Warum sollten wir verkaufen?“</p>
<p><span style="color: #888888;">Wachstum mit 61 Millionen Euro</span><br />
Nachdem Odersun im April 2007 in Frankfurt Oder mit „Sun One“ die kommerzielle Fertigung von Zellen und Modulen in einer Fünf-Megawatt-Linie startete, begann man in Fürstenwalde vor den Toren Berlins im März dieses Jahres mit dem Bau einer zweiten Solarfabrik: Sun Two. Die Produktionskapazität wird mit 30 Megawatt (MW) sechs Mal so groß sein wie bei Sun One. Im Herbst 2008 soll der Startschuss für die Produktion fallen. Die Zahl der Mitarbeiter soll bis Ende 2009 von jetzt 90 auf 150 steigen. „Wir setzen unsere Wachstumsstrategie fort, in dem wir schrittweise die Produktion erweitern“, zeigt Mokhtari die weitere Strategie auf. Für diesen Ausbau benötigt man neben der Technologie vor allem eins: Kapital. Hauptinvestor bei Odersun ist Doughty Hanson Technology Ventures aus London, eine der größten unabhängigen privaten Beteiligungsgesellschaften in Europa. Strategischer Partner ist der chinesische Technologiekonzern Advanced Technology &amp; Materials (AT&amp;M), mit dessen Unterstützung soll auch das Reich der Mitte erobert werden. Das ist, angesichts fehlender Einspeisevergütungen in dem Milliardenreich, allerdings Zukunftsmusik. Zurzeit wird ausschließlich für den deutschen und europäischen Markt produziert. „Prinzipiell schauen wir auf alle Märkte mit einer Einspeisevergütung für Solarstrom, da diese der wichtigste Türöffner für den Erfolg der Photovoltaik weltweit ist“, schränkt Mokhtari ein. Wie viel Megawatt derzeit die Werkshallen an der Oder tatsächlich verlassen, könne man noch nicht sagen, da die SunOne Fabrik vor allem dazu diene, Kinderkrankheiten der Maschinen und Anlagen zu beheben. „Neben der Produktion von Prototypen und den ersten Design-Fassaden nutzen wir SunOne zum Testen, bevor wir mit SunTwo größere Kapazitäten in Betrieb nehmen“, so Mokhtari. Die jetzige Einheit von Zell- und Modulproduktion, wie sie bei Sun One unter einem Dach praktiziert wird, will man in Zukunft aufgeben. „Schon in unserem neuen Werk Sun Two arbeiten wir in zwei getrennten Hallen. In Zukunft wird die Modulproduktion dort aufgebaut werden, wo die Absatzmärkte sind. Unsere Zellproduktion ist hingegen völlig standortunabhängig und funktioniert weltweit“, so Mokhtari. Wann und wo die nächsten Fabriken errichtet werden, will er einmal mehr nicht verraten. Doch ein Sun Three oder Four in Fernost scheint nur eine Frage der Zeit. Die aktuellen Wachstumsschritte werden durch externe Mittel in Höhe von 61 Millionen Euro ermöglicht. Darin enthalten sind 40 Millionen Euro aus einer zweiten Finanzierungsrunde mit internationalen Investoren sowie weitere 21 Millionen Euro Fördermittel des Landes Brandenburg. Die Eigenkapitalgeber führt der Virgin Green Fund an, ein Investmentfonds des Milliardärs Richard Branson. Der umtriebige Unternehmer hat bereits in mehrere Regenerativbereiche Kapital gesteckt. Weitere Mittel kamen von der US-amerikanischen PCG Clean Energy &amp; Technology Fund, der zum Allianz-Konzern gehörenden französischen AGF Private Equity und den bereits bestehenden Investoren Doughty Hanson Technology Ventures sowie AT&amp;M. Ab wann Odersun-Aktien im Freihandel an der Frankfurter Börse erhältlich sein werden, dazu hüllt man sich noch in Schweigen: „Der Abschluss der jetzigen Finanzierungsrunde bedeutet immer auch den Start einer neuen Finanzierungsrunde“, lautet Mokhtaris vielsagender Kommentar.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-70" title="ZE 33760" src="http://www.rejournal.de/wp-content/uploads/paul-langrock-33760.jpg" alt="" width="160" height="150" /><span style="color: #888888;">Deutsches Know-how und iranisches Talent</span><br />
Damit die einzigartige Dünnschicht-Technologie überhaupt das Vertrauen der Investoren gewinnen konnte, bedurfte es jedoch nicht nur ausgefeilter Ingenieurskunst sondern auch iranischen Verkaufstalents. Mokhtari, immer elegant gekleidet und mit unbändigem Redefluss, kam nach dem Sturz des iranischen Schah-Regimes zum Elektrotechnik-Studium ins rheinische Aachen. “Nur mit einem Koffer.” Nach dem Hochschulabschluss arbeitete er bei High-tech-Firmen in Kalifornien, der Telekom in Bonn und zuletzt bei Eon in Düsseldorf. Jetzt läuft er durch die funktionale Leichtbauhalle von Odersun und erklärt die Vorzüge der flexiblen Solarmodule auf Kupferbasis. Er präsentiert Taschen, deren integrierte Solarzellen MP3-Player, Handys und PDAs mit Strom versorgen oder mit denen Fotografen auch fernab von einer Steckdose die Akkus ihrer Kamera solar aufladen können. Allerdings werden die kleinen tragbaren Kraftwerke derzeit nur als Werbeartikel eingesetzt, eine Serienproduktion gibt es noch nicht. „Dafür sind wir noch auf der Suche nach interessierten Taschen-Herstellern, die wir dann mit den flexiblen Modulen beliefern würden“, sagt Mokhtari. Inzwischen interessieren sich auch die Militärs aus den USA für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, aber Mokhtari winkt ab: „Eine zivile Nutzung ist uns lieber.“   Für Mokhtari ist es kein Zufall, dass er keine Investoren in Deutschland gefunden hat, sehr wohl aber in London, San Francisco und Peking. „Verglichen etwa mit den USA bewerten deutsche Investoren Firmen viel vorsichtiger, oft auch niedriger“, sagt Mokhtari. Er vermisst hierzulande den Wagemut. In Amerika investiere man in zwanzig Firmen und denke sich, wenigstens eine werde sich schon so gut entwickeln, dass dieses Unternehmen die Kosten für die anderen Firmen locker wieder einspielt. Kritiker könnten einwenden, genau das sei das Problem: US-Fonds haben so viel Risikokapital in aufstrebende Solarfirmen gepumpt, dass manche Finanzexperten bereits von einer Blase sprechen. Optimist Mokhtari treiben solche Gedanken nicht um. Wenn er und Penndorf zusammen eine Pressekonferenz geben, treffen zwei Welten aufeinander: Penndorf referiert im sächsischen Dialekt über technologische Details, spricht auch mal von Problemen. Mokhtari ermahnt ihn dann, über Produktionskosten gegenüber Dritten zu schweigen und spricht von neuen Fabriken. Es wird klar, warum die Tüftler von der Oder dringend einen eloquenten Geschäftsmann wie Mokhtari brauchten. Aber auch Penndorf ist gefordert: Von 1.000 Watt Sonneneinstrahlung setzt sein Modul bisher etwa achtzig Watt in Solarstrom um. Eine Ausbeute von acht Prozent. Das mittelfristige Ziel der Zelleffizienz für die Serienproduktion liegt laut Penndorf bei über 12 Prozent. Vielleicht kann ihm auch dabei der Mann, der aus der südiranischen Stadt Schiraz stammt und längst Deutscher ist, helfen: im Persischen bedeutet Mokhtari „der Weise“. Fotos: Odersun</p>
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		<title>Bei den übermotivierten Saubermännern</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2008/04/bei-den-ubermotivierten-saubermannern/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 22:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>

		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>

		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesrepublik ist das Land der übermotivierten Saubermänner, die unbedingt Spitze sein wollen - sogar auf dem Gebiet des Klimaschutzes. Findet jedenfalls der gehobene Stammtisch. Wenn die wüßten! 
Letztens bei meinem Arzt: &#8220;So so, Sie schreiben also über erneuerbare Energien. Können Sie mir sagen, warum nun gerade Deutschland so viel Geld in sauberen Strom steckt?&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/files/windrad_aufbau.jpg" alt="" />Die Bundesrepublik ist das Land der übermotivierten Saubermänner, die unbedingt Spitze sein wollen - sogar auf dem Gebiet des Klimaschutzes. Findet jedenfalls der gehobene Stammtisch. Wenn die wüßten! <span id="more-10"></span></p>
<p>Letztens bei meinem Arzt: &#8220;So so, Sie schreiben also über erneuerbare Energien. Können Sie mir sagen, warum nun gerade Deutschland so viel Geld in sauberen Strom steckt?&#8221; Und mein Bäcker wunderte sich, warum Ländern wie Indien, China und den USA der Klimaschutz &#8220;schnuppe&#8221; sei, während Deutschland den &#8220;grünen Musterknaben&#8221; spiele.</p>
<p>Die Bundesrepublik also ein Land der übermotivierten Saubermänner, die endlich mal wieder Spitze sein wollen - wenigstens auf dem Gebiet des Umweltschutzes? Offensichtlich produzieren die auf immer mehr Dächern spiegelnden Solaranlagen und Windräder, die in einigen Gegenden schon zum prägenden Landschaftsbild geworden sind, nicht nur sauberen Strom sondern auch ein grünes Image. Und nicht Wenigen geht dies schon wieder zu weit: &#8220;Müssen wir denn so viel Geld in die Erneuerbaren stecken?&#8221; fragen sie kritisch.</p>
<p><img class="right" src="/files/solardach.jpg" alt="" />Dass die deutsche Energiepolitik jedoch nicht nur aus Sonne und Wind besteht, zeigt ein Blick hinter die Kulissen: Angela Merkel setzt sich für den Bau eines klimaschädlichen Kohlekraftwerks in ihrem Wahlkreis Lubmin ein und auch Sigmar Gabriel hat vor kurzem seine Genossen in Krefeld überzeugt, für den Bau eines Kohlekraftwerks zu stimmen. Kein anderes Land in Europa plant und baut so viele Kohlekraftwerke wie Deutschland: 24 dieser CO<sub>2-</sub>Schleudern sollen entstehen.</p>
<p>Und wie sieht es bei der deutschen Industrie aus? Der Energieversorger RWE leugnet gegenüber Greenpeace den Klimawandel und behauptet: &#8220;Ob es Klimaveränderungen geben wird, ist wissenschaftlich nicht bewiesen.&#8221; Vattenfall-Chef Lars Göran Josefsson, einer von Merkels persönlichen Klimaberatern, nutzt seinen guten Draht zur Kanzlerin, um den Bau von Kohlekraftwerken durchzuboxen.</p>
<p>Passend dazu auch die aktuellen Zahlen des Bundesverbandes Braunkohle: danach waren Braun- und Steinkohle 2007 die beiden wichtigsten Energieträger für die Stromerzeugung in Deutschland. Sie kamen auf einen Anteil von über 47 Prozent und Übernahmen damit erstmals seit 1991 wieder die Führungsrolle in der deutschen Stromversorgung. Dagegen konnten die erneuerbaren Energien ihren Anteil nur um rund zwei Punkte auf jetzt 14,1 Prozent steigern.</p>
<p>Gibt es Länder, in denen dies anders aussieht? Ja, paradoxerweise sind es die vermeintlichen Schmutzfinken, die uns langsam aber sicher den Rang ablaufen. So das Fazit einer Studie des Netzwerkes Ren21. Diese Gruppe von Interessenvertretern hat sich im Anschluss an die Konferenz Renewables 2004 in Bonn gegründet. Jährlich legt sie einen Statusbericht vor mit den neuesten Zahlen auf dem Markt der Erneuerbaren. Deutschland ließ sich in der Vergangenheit meistens irgendwo unter den ersten Fünf finden. &#8220;Das ist noch immer so, aber das Bild hat sich etwas gewandelt&#8221;, sagt Paul Suding, Leiter des Sekretariats von REN21: &#8220;Es gibt einige Länder, die dazu kommen&#8221;. Das ist eigentlich das, was uns am meisten interessiert. Jetzt sind ganz plötzlich bei der Windenergie neben den USA auch China ganz weit vorne und überholen Deutschland bei den Zuwächsen. Wir bekommen da eine wirklich substanzielle Basis von Wachstum in einigen Ländern.</p>
<p>Wenn sich der bisherige Trend so fortsetzt, so Suding, dann könnte China innerhalb von drei Jahren sogar zum Weltmarktführer auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien werden.</p>
<p>Muss ich bei meinem nächsten Arztbesuch und Brötchenkauf unbedingt weitersagen. Fotos: Paul Langrock, Pixelio</p>
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		<title>Solarstrom frisst Regenwald</title>
		<link>http://www.rejournal.de/2008/02/solarstrom-frisst-regenwald-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2008 08:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HW</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>

		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>

		<category><![CDATA[Solarstrom]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Südosten Malaysias versorgen seit einigen Monaten moderne Photovoltaikanlagen entlegene Dörfer. Damit die Bewohner ihre solare Stromrechnung auch bezahlen können, sollen sie in das Palmölgeschäft einsteigen – und dafür den Regenwald abholzen.
Das Dorf Kampung Denai liegt mitten im malaysischen Regenwald etwa eine Autostunde von der Provinzhauptstadt Rompin entfernt. &#8220;Orang Asli&#8221; nennen sich die hier im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/files/malaysia_regenwald.jpg" />Im Südosten Malaysias versorgen seit einigen Monaten moderne Photovoltaikanlagen entlegene Dörfer. Damit die Bewohner ihre solare Stromrechnung auch bezahlen können, sollen sie in das Palmölgeschäft einsteigen – und dafür den Regenwald abholzen.<span id="more-35"></span><br />
Das Dorf Kampung Denai liegt mitten im malaysischen Regenwald etwa eine Autostunde von der Provinzhauptstadt Rompin entfernt. &#8220;Orang Asli&#8221; nennen sich die hier im Südosten Malaysias lebenden Menschen, was so viel wie Ureinwohner heißt. Etwas Landwirtschaft und Fischfang haben bislang das Überleben der knapp 100 Dorfbewohner gesichert. Eine Netzanbindung solcher Dörfer ist dem einzigen nationalen Stromanbieter TNB zu teuer, weshalb auch in Kampung Denai ein stinkender und lauter Dieselgenerator bislang etwas Elektrizität in die Lehmhütten brachte.<br />
<img class="right" src="/files/malaysia_solaranlage.jpg" />Bei TNB rechnete man im Sommer 2007 nach, ob als Alternative zum unrentablen Netzausbau eine dezentrale Solaranlage wirtschaftlich betrieben werden kann. Und tatsächlich: Während eine Anbindung an das nationale Stromnetz mit zwei Millionen Ringit (etwa 500.000 Euro) veranschlagt wurde, betrugen die Kosten für eine solare Inselanlage mit zehn Kilowatt Spitzenleistung nur etwa 125.000 Euro. Seit Ende letzten Jahres versorgt nun ein PV-Generator 15 der 28 Haushalte mit Strom. Bei den restlichen Hütten muss erst die Hauselektrik so weit verbessert werden, dass eine gefahrlose Nutzung des Sonnenstroms möglich ist.</p>
<h3>Palmöl für Sonnenenergie</h3>
<p>Weil TNB den Dorfbewohnern genau den gleichen Strompreis wie bei einer Netzanbindung berechnet, flattert nun jeden Monat eine saftige Rechnung in die selbstgebauten Briefkästen: Etwa 24 malaysische Cent (dies entspricht zirka sechs Euro-Cent) müssen nun für jede verbrauchte Kilowattstunde bezahlt werden. Doch wie soll ein seit Jahrhunderten durch Subsistenzwirtschaft geprägtes Dorf, das nur Tauschhandel und keine Geldgeschäfte kannte, dies erwirtschaften? Bei TNB hatte man dafür schnell eine Lösung: Firmeneigene Planierraupen rodeten den Kampung Denai umgebenden Regenwald und schufen Platz für Palmölplantagen. Bis die Monokulturen Früchte tragen, bekommen die Orang Asli ihren Solarstrom auf Pump. Danach müssen sie als Palmöl-Bauern den Kredit an TNB abbezahlen.<img src="/files/malaysia_maulud.jpg" />Jeder Familie hat man sechs Hektar gegeben, um dort Palmöl anzubauen&#8221;, sagt Apil bin Maulud, der Dorfälteste von Kampung Denai. Laut TNB wurden insgesamt 170 Hektar gerodet, die jetzt als Palmölplantagen genutzt werden. Für den 62-jährigen Apil bin Maulud überwiegen die Vorteile: &#8220;Der Solarstrom ist sehr gut. Jetzt können auch unserer Kinder abends Bücher lesen und die Kerzen und Kerosinlampen gehören der Vergangenheit an.&#8221;<br />
Mehrere Fischer im Dorf bestätigen, dass der Fischfang schon seit Jahren rückläufig sei und man froh sei über die neue Einnahmequelle. &#8220;Seit Jahrzehnten haben wir als Jäger und Fischer gelebt, aber wir trauern der Vergangenheit nicht nach&#8221;, betont auch Maulud. &#8220;Als Palmöl-Bauern können wir am Fortschritt teilhaben.&#8221;</p>
<h3>Katastrophe für die Artenvielfalt</h3>
<p>Malaysische Umweltschutzorganisationen sehen dies anders und warnen vor der weiteren Zerstörung des Regenwaldes. „Die Rodungen sind für die Artenvielfalt eine Katastrophe, denn viele Tiere und Pflanzen kommen ausschließlich in den Regenwäldern Malaysias und Indonesiens vor,“ sagt Susan Than von der in Kuala Lumpur ansässigen Organisation „Sahabat Alam Malaysia“. Tatsächlich stehen 146 Säugetierarten in Indonesien und 47 Amphibienarten in Malaysia auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Die zu den Naturschützern „Friends of the Earth“ gehörende Sahabat Alam Malaysia kämpft deshalb für ein Moratorium in der Region, das den weiteren Anbau von Palmölplantagen verbietet. „Jeder Hektar Regenwald, den wir retten können, zählt,“ zeigt sich Than kämpferisch. „Wir dürfen diese Rodungen nicht zulassen. Egal ob damit Solarrechnungen bezahlt oder die Biokraftstoff-Tanks in Europa gefüllt werden.&#8221;</p>
<div class="copy">(c) Fotos: Henner Weithöner, www.rejournal.de</div>
<table class="infobox">
<tr>
<td class="header">Regenwald in Gefahr</td>
</tr>
<tr>
<td class="body">
Das internationale Palmöl-Geschäft ist stark in Verruf geraten. Um Plantagen zu errichten, werden vor allem in Südostasien Regenwälder gerodet. Zwölf Millionen Hektar Naturland sind nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO bisher in Plantagen umgewandelt worden – das entspricht etwa der Fläche von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zusammen. Bis 2030 soll sich die Plantagenfläche verdoppeln, denn die Nachfrage nach dem Pflanzenöl steigt rasant an.Schon werden die Anbauflächen knapp. Anfang dieses Jahres warnte der malaysische Rohstoffminister Peter Chin vor Nachschubproblemen. Malaysia will daher die Produktion von derzeit 15,8 auf 20 Millionen Tonnen im Jahr 2020 steigern – auf Kosten des Tropenwaldes.
</td>
</tr>
</table>
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